Halsstulpe mit Futter

Vor zwei Jahren wollte ich Halssocken für meine Kinder nähen. Ich fand Karos Blogeintrag (edit: sorry, das Blog gibt es nicht mehr…) und zeichnete mir ein Schnittmuster. Allerdings wollte ich diese Teile gern gedoppelt haben – und zwar ohne die Methode, eine Seite komplett offen zu lassen und die Kanten nach dem Wenden einzuschlagen und abzusteppen, sondern mit kleiner Wendeöffnung in der inneren Seitennaht. Nach ein bisschen Grübeln (ich habs nämlich nicht so mit der Logik!) war mir dann klar, wie es ging, und ich nähte.

In einem Forum kam kurz darauf das Thema auf und ich sah, dass auch andere ihre Probleme damit hatten, also hab ich noch einen Halswärmer genäht und dabei ein paar Fotos gemacht. Da diese Kleidungsstücke jetzt wieder aktuell werden, zeig ich die Anleitung auch hier im Blog, vielleicht hilft das ja einigen von euch auch :D

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Aaaaalso: am Anfang standen die 4 Teile – 2x Außenstoff, 2x Innenstoff (Futter)

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Jeweils ein Außen- und ein Innenteil rechts auf rechts legen und an der Ober- sowie Unterkante zusammennähen.

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Eines der beiden zusammengenähten Teile wenden…

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…und in das andere Teil reinschieben, so dass die beiden Außenstoffe als auch die beiden Innenstoffe jeweils rechts auf rechts liegen. In meinem Beispiel liegen die beiden Lagen Innenstoff unten, die beiden Lagen Außenstoff oben. Zwischen diese vier Lagen (also unterm Blümchenstoff) fass ich jetzt rein, so dass das Ding schlauchförmig wird.

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Den so entstandenen Schlauch ringförmig zusammennähen – die eine Seite komplett…

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… bei der anderen Seite am Futterteil eine Wendeöffnung lassen (darf einen Tick größer sein als meine *gg*)

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Alles wenden…

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… und die Wendeöffnung schmalkantig zusteppen. Achtung, bitte aufpassen, dass der Außenstoff nicht mitgefasst wird.
Alternativ kann hier von Hand genäht werden, dann kann man das Teil auch als Wendestulpe arbeiten!

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Halswärmer richtig ineinanderstecken, nach Belieben bügeln und absteppen (auf dehnbare Stiche achten!). Fertig :D

Ihr seht, ist ganz leicht! Sollte trotzdem jemand etwas nicht verstanden haben, bitte einfach bei mir melden :mrgreen:

Geschrieben am 17.09.2011 um 20:19 von Corina in Tutorial. 1 Kommentar
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Wendehose mit Bündchen

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Jetzt, wo es wieder kühler wird, sind Wendehosen aus dehnbaren Materialien für unsere Kleinsten ideal, denn sie sind nicht nur bequem, sondern auch schön warm! Damit die Hose von beiden Seiten sauber aussieht, gibt es beim Nähen einen Trick.

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Da ich online nicht fündig wurde, hab ich selbst ein kleines Tutorial erstellt. Es basiert auf der Farbenmix-Anleitung zum Nähen von Jackenärmeln. Was mit Ärmeln geht, geht auch mit Hosenbeinen! Ich hab die Anleitung sehr ausführlich gemacht. Die meisten von euch kennen bzw. können die einzelnen Schritte sicher, aber ich möchte, dass auch Anfängerinnen zurecht kommen :D

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Zuerst alle Teile zuschneiden – die Hosenteile 2x aus dem einen, 2x aus dem anderen Stoff, jeweils gegengleich, 1x Bauchbündchen und 2x Beinbündchen. Ich hab hier die groß ausfallende Kuschelhose aus der Farbenmix-Zwergenverpackung in 74/80 genommen und oben um 4-5 cm gekürzt, so passt die fertige Hose mit Bündchen meiner Tochter (die 86/92 trägt).

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Erst die (inneren) Hosenbeine des ersten Stoffs zusammennähen.

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Dann ein Hosenteil wenden…

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und rechts auf rechts in das andere Hosenbein stecken.

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Jetzt diese beiden Kanten zusammennähen (Schrittnaht).

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Auf rechts drehen. Sieht schon nach Hose aus :)

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Die Hosenteile aus dem anderen Stoff genauso nähen, bis auf…

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eine Wendeöffnung auf der vorderen Schrittnaht. Zur Unterscheidung: die Vorderseite ist ein bisschen kürzer als die Po-Seite! (Am besten schon beim Zuschneiden markieren!) Theoretisch kann man natürlich auch die hintere Naht nehmen, aber die vordere wird nicht so belastet wie die Po-Naht, also lieber die hintere mit der Maschine nähen, damit sie stabiler ist.
Die Wendeöffnung muss groß genug sein, dass man eine Hand durchbekommt.

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Das fertige Teil auf links lassen. Beide Teile zur Seite legen.

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Bauchbündchen wie üblich zum Ring schließen,

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wenden, bügeln,

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mittig längs falten und wieder bügeln. Vordere Mitte (= gegenüber der Naht) an der offenen Kante markieren.

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Die Beinbündchen genauso arbeiten.

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Jetzt werden die beiden Hosenteile rechts auf rechts ineinander gesteckt. Das Teil mit der Wendeöffnung liegt außen.

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Das Bauchbündchen jetzt mit der offenen Kante nach oben zwischen die beiden Hosen stecken.

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Die Bündchennaht an die hintere Mitte, die Markierung des Bündchens an die vordere Mitte stecken!

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Alle Lagen zusammennähen. Das Bündchen dabei stark dehnen.

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So sieht es jetzt aus!

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Die Hose nun durch die Wendeöffnung wenden ;)

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Dann liegt so ein schönes X vor einem.

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Die Hose OHNE Wendeöffnung jetzt in die andere Hose hineinstecken.

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An einem Hosenbein werden jetzt beide Stoffe gegeneinander eingeschlagen.

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Und das Bündchen zwischen die beiden Stofflagen geschoben – Naht auf Naht. Aufpassen an dieser Stelle bei Ringelbündchen, dass die Ringel in derselben Reihenfolge verlaufen wie beim Bauchbündchen!

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Die Stoffe liegen jetzt so, wie sie an der fertigen Hose aussehen sollen! Mit einer Hand von außen festhalten und mit der anderen Hand durch die Wendeöffnung greifen…

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und von innen mit Daumen und Zeigefinger die Stoffkanten fassen. Außenstoff auf Bündchen…

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und Innenstoff auf Bündchen, jeweils mit der Naht. Kontrollieren, dass die Stoffe wirklich korrekt liegen, guuuut festhalten und…

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alles durch die Wendeöffnung möglichst weit nach außen ziehen!

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SO sollte das, was man festhält, aussehen. Noch einmal alle Nähte exakt aufeinanderlegen und ggf. feststecken.

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Ab damit unter die Maschine! Einmal rundherum alle Lagen zusammennähen und Bündchen dabei wieder kräftig dehnen.
(Dieser Part ist ein bisschen friemelig, weil das Bündchen so viel kürzer ist als der Rest und man alles irgendwie festhalten muss. Von Beate – danke! – kommt der Tipp, das Bündchen zunächst nur an einem Hosenbein festzunähen und dann erst den Stoff des anderen Beines gegenzuhalten und durch die Wendeöffnung zu ziehen.)

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So sieht es fertig genäht aus :D

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Hosenbeine wieder durch die Wendeöffnung zurückziehen – so sollte es jetzt von außen…

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und so von innen aussehen, keine sichtbaren Nähte!

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Das andere Hosenbein genauso nähen. Die Hose ist dann fast fertig, es muss jetzt nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden.

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Das geht am besten mit dem Matratzenstich (eine schöne Anleitung dafür gibt es hier). Ich näh wirklich nicht gern von Hand, aber es geht ja relativ schnell. Und es sieht halt sauber aus ;)

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FERTIG! Schön von der einen Seite…

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und genauso schön von der anderen :D

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Ich wünsche euch viiiel Spaß beim Nacharbeiten und freue mich über Rückmeldungen! Bei Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren, einfach einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail schreiben :) Und jetzt ran an die Maschinen – Kuschelhosen kann man im Herbst gar nicht genug haben :D

Geschrieben am 09.09.2011 um 19:12 von Corina in Genähtes, Tutorial. 13 Kommentare
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