Ich war bei Hilco

Nicht zum ersten Mal, denn ich war schon mal mit der lieben Dani dort. Das war im tiefsten Winter mit unheimlich viel Schnee. Heute dann der krasse Gegensatz bei Temperaturen um die 34° und knallender Sonne – na ja, es war praktischerweise wie erwartet wieder fast nix los ;)

Gekauft hab ich zwei Stoffe aus der aktuellen Frühjahr/Sommer-Kollektion – oder muss ich schreiben: aus der alten Kollektion? Seit gestern sind ja die Herbst/Winter-Stoffe erhältlich. Jedenfalls bin ich immer noch im Grünrausch und daher mussten diese beiden, Nikkita und Applecake, für 8€/m einfach mit. Die anderen vier Stoffe sind aus dem Hofverkauf in der Garage :D Es sind nur ganz kleine Stückchen für ebenso kleines Geld. Stoffmuster oder B-Ware. Ideal zum Patchen. Vom graugrundigen Jersey hab ich allerdings auch noch ein größeres Stück gefunden, zum Glück ohne Fehler. Ich find den total schön, auf dem Foto kommt er gar nicht so rüber.

Und den hier gabs auch noch in der Garage, an einer Stelle ist die Farbe ein bisschen verwischt, aber es fällt kaum auf. Ist ein Viskosejersey und ich muss noch überlegen, mit welchem Schnittmuster er wohl am besten wirkt (Rock wäre mir wohl zu omahaft, eher ein raffiniertes Oberteil *grübel*, aber das hat Zeit…)

Und weil wir eh schon in der Ecke waren, sind wir noch bis Sindelfingen weitergefahren und zum IKEA. Dort hab ich mir so ne Stange gekauft, die man an die Wand schraubt und Plastikbecher und Haken ranhängt. Dort kommen dann meine Scheren, Rollschneider, Feuerzeug (zum Versiegeln von Gurtbändern & Co.) rein. Die liegen bisher in meinen heißgeliebten Schwenkfächern unter der Arbeitsfläche, nur leider kennt meine Tochter da nix, das Zeug wird ausgeräumt und in den Mund gesteckt. Ist mir bei manchen Sachen dann doch zu heikel :lol:

Oh, und umräumen muss ich meinen Arbeitsplatz dieses Wochenende noch ein bisschen – nächste Woche kommt nämlich meine neue Nähmaschine und die ist dann doch einen Tick größer als meine jetzige *freu*

Onbuhimo

Onbu WAS? Den Tragesüchtigen unter euch ist es sicher ein Begriff – es handelt sich um eine Tragehilfe, die ohne Hüftgurt auskommt. Ich hab früher Mei Tais genäht, ebenfalls eine Tragehilfe mit langen Trägern zum Knoten sowie einem Hüftgurt. Da mich selbiger seit meinem zweiten Kind beim Tragen stört, wollte ich eigentlich schon eeeewig mal einen Onbu nähen, aber wie das halt so ist… gut Ding will Weile haben 8)

Das E-Book hab ich noch vor unserem Urlaub gekauft, aber jetzt erst danach genäht. Ich hab es immerzu vor mir hergeschoben, weil ich für einen Mei Tai ca. eine Woche gebraucht hab, aber den Onbu hatte ich in ein paar Stunden fertig (ist ja auch viel weniger Stoff zu nähen ;))

Nun hab ich mal wieder ein fieberndes Kind und bereits Rückenschmerzen von Manduca und Bondolino, fürs Tuch hab ich bei meiner Lotte keine Geduld mehr (*strampel*), da bot es sich an, endlich einen Onbu zu nähen. Hatte noch ein altes Tuch auf Lager, ein Lana Sky, und den ersten Versuch gewagt.

Die Träger sind leider immer noch zu lang bzw. ist mir das Kind nicht weit genug oben, ich trage am liebsten so, dass sie über meine Schulter schauen kann. Erst dort hab ich das Gefühl, sie richtig fest an mir gebunden zu haben. Davon ab erstaunt mich dieses Tragegefühl wirklich, es ist sehr bequem. Nachher, sofern mein Kind mich lässt, nähe ich #2 mit noch kürzeren Trägern. Dafür muss mein Didymos Hortensia daran glauben. :mrgreen:

Schnittmuster: “Onbuhimo” von Angora (Link im Text)